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                                                                                                   Geschichten aus dem Koffer
Am 1. März 2018 war es wieder soweit. Der Geschichtenerzähler Thomas Hoffmeister-Höfener besuchte zum 3. Mal unsere Schule. In der Küche baute er sein Erzählzelt auf. Ein roter Vorhang bildete die Rückseite seines Zeltes, auf dem Boden breitete er Teppiche und Kissen aus, auf denen die Kinder, nachdem sie ihre Schuhe ausgezogen hatten, gemütlich Platz nehmen durften. Zuerst waren die Erst- und Zweitklässler dran. Herr Hoffmeister-Höfener hatte wieder seinen Erzählkoffer dabei. Ganz gespannt verfolgten die Schüler, wie er vorsichtig seinen Koffer öffnete und eine Feder herausholte. Von wem die wohl stammen mag? Vermutungen wurden angestellt, ein Vogel, eine Gans, ein Schwan… es war eine Feder von einem Hahn. Alle Kinder lauschten ruhig und sehr interessiert der Geschichte „Der Hahn und der Fuchs“, in der ein Hahn einen Fuchs ausgetrickst hatte. Der Fuchs verlangte, dass der Hahn sich auf ein Bein stellte und krähte. Jedes Mal, wenn der Hahn etwas nachmachte, sagte der Fuchs:“Das kannst du schon gut, aber dein Vater konnte das noch besser!“ Wieder kam etwas Neues hinzu, bis der Hahn schließlich mit Augen zu da stand und der Fuchs ihn sich schnappte. Doch der Hahn war ja nicht dumm. Bevor der Fuchs zubeißen konnte, drehte der Hahn den Spieß um und sagte:“Das machst du schon gut, aber dein Vater konnte das besser!“ So musste auch der Fuchs immer etwas Anderes ausprobieren. Schließlich konnte der Hahn fliehen und rettete sich auf einen Baum. Den Fuchs verscheuchte er dann noch, indem er ihm erzählte, dass der Jäger mit seinen Hunden kam. Herr Hoffmeister-Höfener erzählte so lebendig und mit faszinierender Gestik und Mimik, dass die Kinder immer wieder lautstark lachen mussten und nach der Geschichte im Chor riefen: „Noch eine Geschichte, noch eine Geschichte!“. Herr Hoffmeister-Höfener schaute in seinem Koffer nach. Was kam jetzt heraus? Eine kleine Wasserpistole. Es folgte die Geschichte: „Pfoten hoch“ vom Gangsterhamster Billy. Ein kleiner Hamster wollte ein genauso gefährlicher Gangster werden wie sein Vater. Mit einer Wasserpistole und grimmigen Blick (der aber mehr zum Lachen war) versuchte Billy andere Tiere zu erschrecken. Als er dann noch rief: „Pfoten hoch“, so hatten weder die Katze noch der Hase Angst. Nur beim Fuchs klappte es, der hinter dem Hasen her war. So gewann Billy neue Freunde und sein Vater war mächtig stolz auf ihn. Den Abschluss bildete die Geschichte „Riki-Tiki-Tok“. Herr Hoffmeister-Höfener hatte einen schönen Wanderstock dabei. Er erzählte den Kindern, dass er diesem einem alten Mann auf einem Markt abgekauft habe. Dieser hatte ihm dann die Geschichte „Riki-Tiki-Tok“ erzählt. Der alte Mann war auf dem Weg zu seiner Tochter, die auf einem Berg hinter einem Wald wohnte. Als er durch den Wald spazierte, wurde er von einem Wolf, einem Bären und einem Tiger fast gefressen. Doch allen konnte er klar machen, dass er viel zu dünn sei und es sich erst lohnte, ihn zu fressen, wenn er gut genährt von seiner Tochter zurück käme. So zog er immer weiter. Herr Hoffmeister-Höfener spazierte wie der alte Mann durch den Saal und sagte dabei langsam und rhythmisch:“Riki-Tiki-Tok, hier komm ich mit meinem Wanderstock“. Im Nu waren alle Kinder dabei und jedes Mal, wenn der Spruch kam, sprachen sie im Chor mit. Auch diese Geschichte hatte ein gutes Ende: Auf dem Rückweg versteckte sich der alte Mann in einem Kürbis und rollte den Berg hinunter. Nur der Wolf hielt ihn an. Aber als er dem Kürbis zu nahe kam, kletterte der alte Mann aus diesem heraus und gab dem Wolf mit seinem Stock eins auf die Nase, so dass dieser jaulend davon lief. Gerne hätten die Erst- und Zweitklässler noch mehr Geschichten gehört, aber auch die 3. und 4. Klasse sollte ja noch in den Genuss kommen. Nach der Pause waren dann sie dran. Auch sie nahmen auf den Teppichen und Kissen Platz und waren gespannt, was Herr Hoffmeister-Höfener aus seinem Erzählkoffer zauberte. Für die erste Geschichte „The lazy Jack“, kam ein Esel zum Vorschein. Doch in der Geschichte kam gar kein Esel vor, es sollte nur den „dummen Esel“ symbolisieren. In der Erzählung ging es um den faulen und dummen Hans, der es nicht schaffte, seine erarbeiteten Gewinne zu behalten, sondern sie durch dumme Fehler verlor. Am Ende gewann er aber dadurch die Prinzessin zur Frau. Wieder befragte Herr Hoffmeister-Höfener seinen Koffer. Zum Vorschein kamen ein paar alte Holzschuhe. Herr Hoffmeister-Höfener erklärte, dass diese Schuhe mal seinem Onkel gehört hätten, der Bauer war. Die zweite Geschichte handelte von zwei Brüdern, die beide Bauern waren. Der eine mit einer großen Familie, aber arm. Der andere reich, aber allein. Gegenseitig wollten sie sich helfen und brachten nachts im Dunkeln jeweils zehn Garben von ihrem Acker auf den Acker des Bruders. Am nächsten Tag wunderten sie sich, warum sie immer noch dieselbe Anzahl Garben hatten. Erst nach mehreren Tagen trafen sie sich nachts zufällig und stellten fest, dass jeder den anderen glücklich machen wollte. Für die letzte Geschichte „Hugo, das Gespenst“ hatte Herr Hoffmeister-Höfener ein kleines Gespenst gebastelt. Die Geschichte handelte von der Freundschaft eines Gespenstes mit einer Spinne. Das ängstliche Gespenst Hugo wurde von seinen Brüdern immer ausgelacht. Als er sich alleine in den Keller traute, erschrak er über einen Schatten eines großen Monsters. Auch seine Brüder und die ganze restliche Familie wagte sich in den Keller und erschreckte sich genauso über das Monster und sie flogen schnell weg. Hugo jedoch blieb mit seinem Gewand hängen und konnte nicht fliehen. Doch so kam es, dass das Geheimnis um das Monster gelüftet wurde. Es war nur der Schatten einer kleinen Spinne gewesen, der sich durch einen LIchtstrahl groß an der Wand abzeichnete. Die kleine Spinne wurde die Freundin von Hugo und fortan erschreckten sie gemeinsam jeden, der in den Keller kam. Für alle Schüler war es ein toller Tag. Herr Hoffmeister-Höfener war auch ganz begeistert, wie ruhig und interessiert die Schüler zuhören konnten. Aber bei den tollen Geschichten, die so lebendig erzählt wurden, ist das ja auch kein Wunder.
                     


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